Starnberger Merkur vom 4. Februar 2004

Von der Bürger-
zur Ingenieurplanung


OPLA-Umfahrung: Stadtrat beauftragt Büro
Starnberg (irl) - Der Starnberger Bauausschuss hat Geld bewilligt und ein Büro damit beauftragt, die "Bürgerplanung OPLA-Umfahrung" zu einer Ingenieurplanung mit Hand und Fuß auszuarbeiten. Das bestätigte Stadtbaumeister Wolfgang Sikeler auf Anfrage.
   Im vergangenen Jahr hatte die Stadt an Runden Tischen verschiedene Lösungen für ihre Verkehrsprobleme bewerten lassen. In Sachen Straße war es um den B2-Tunnel, den inzwischen als Lösung ausgeschiedenen Seetunnel und die OPLA-Umfahrung nach Freifrau von Redwitz und Walter Graber gegangen. Letztgenannte Variante sieht so aus: An der Autobahnabfahrt Percha entstünde ein neuer Knoten. Dort startet die Umfahrung der Kreisstadt entlang des Gewerbegebietes und taucht vor Unterquerung der Gleise nördlich des Bahnhofs Nord in einen Tunnel. Dieser könnte streckenweise auch als offene Galerie geführt werden. Ans Tageslicht käme die Umgehungsstraße zwischen Starnberg und Hanfeld und würde dort in die bestehende Umgehung von Hanfeld münden. Von hier geht es Richtung Westspange (zwischen Mamhofen und der B2 beim Maxhof geplant).
Das Straßenbauamt München erwartet laut Sikeler Aussagen über die Leistungsfähigkeit der an der Autobahn und an der Gautinger Straße erforderlichen Anschlüsse. Zudem sollen die Knoten so

Fahrbahn mit maximal
vier Prozent Steigung


ausgearbeitet werden, dass sich Fahrbahnen nicht auf gleicher Höhe kreuzen. Auch muss noch die Länge des Tunnel- beziehungsweise Galeriestücks ermittelt werden, wenn die Fahrbahnen, wie vorgeschrieben, maximal vier Prozent Steigung einhalten. Das sei in den bisherigen Plänen nicht der Fall gewesen, so Sikeler. Als weiteres Problem müsse geklärt werden, wie die Unterquerung des Truhenseewegs technisch machbar sei. Denn dort liegt ein Teil des Ringkanals um den Starnberger See.
   Die Antworten sollen "baldmöglichst" vorliegen. Danach könnte die Nutzen-Kosten-Analyse in Auftrag gegeben werden. Der damit errechnete Wert erlaubt dann einen Vergleich der Umfahrung mit der B2-Tunnel-Planung des Straßenbauamtes.