Starnberger SZ vom 5./6. April 2003

Weitere Verkehrsvariante

Planungsbüro präsentiert neue Pläne für Umfahrung
Starnberg - Eine geänderte Variante zur Umfahrung der Kreisstadt hat gestern das Starnberger OPLA-Planungsbüro vorgelegt. Die neue Variante, die in Zusammenarbeit mit dem CBP Cronauer Beratungs- und Planungsbüro München entstanden ist, zeichnet sich durch eine wesentlich verkürzte Tunneltrasse und eine landschaftsverträglichere Bauweise aus. "Diese Variante bietet freie Fahrt und hat hohe Kostenvorteile", sagte Walter Graber vom OPLA-Planungsbüro. Der Lösungsvorschlag soll auf der nächsten Runden-Tisch Veranstaltung als Computer-Simulation gezeigt werden.
   Nach Angaben von Bernhard Schäpertöns, Mitglied der CBP-Geschäftsleitung, soll die Umfahrung an der Autobahnbrücke in Percha abzweigen und in Form einer aufgeständerten Straße knapp 200 Meter durch das FFH-Gebiet
zum Gewerbegebiet führen. Der Anschluss nach Starnberg soll durch einen Kreisverkehr geregelt werden. Der Tunnel wurde auf 900 Meter reduziert und kommt in Höhe des Starnberger Friedhofs wieder an das Tageslicht. Die Trasse führt als Galeriestraße rund 800 Meter weiter über einen Tunnel von 100 Metern Länge und einer Straße bis zur Hanfelder Umgehung. Die Westtangenten-Trasse soll für Starnberg attraktiver werden durch eine Verlegung nach Südosten zwischen Söcking und Hadorf. Falls sich der Runde Tisch für diese Lösung entscheiden sollte, wäre das Straßenbauamt bereit, die vorgeschlagene Trasse zu untersuchen, so Graber. Laut Schäpertöns bietet die OPLA-Lösung den Vorteil, dass der Verkehr während der Bauphase nicht behindert wird.   sbh